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Abwasserbasierte Epidemiologie: Das Corona-Frühwarnsystem

24.08.2022
14:00 - 15:15

Abwasserbasierte Epidemiologie: Das Corona-Frühwarnsystem

An drei Terminen im August und September findet jeweils das von HPC und vermicon organisierte kostenlose Webinar zum Thema Abwasserbasierte Epidemiologie: Das Corona-Frühwarnsystem statt. Wir befassen uns mit der Frage, warum abwasserbasierte Epidemiologie ein wertvolles Werkzeug bei der Bestimmung des Infektionsgeschehens ist und wieso die Etablierung eines Corona-Frühwarnsystems als erster Baustein eines Monitoringssystems sinnvoll ist. Darüber hinaus zeigen wir auf, wie es gelingt, schnell und effizient repräsentative Daten zu generieren. Dabei berichten wir aus der Praxis und beziehen uns sowohl auf die Verarbeitung und Analyse der Probe, die Normalisierung der Messwerte und die Bestimmung von Virusvarianten, als auch auf die Spezifikationen der Probenahme.

Weitere Informationen und Anmeldung

 

10. August | 24. August | 21. September

Jeweils von 14:00 bis 15:15 Uhr.

 

Hintergrundinformation

Der Zeit voraus: Monitoring von SARS-CoV-2 im Abwasser Bereits ein knappes Jahr ist es her, dass die EU im März 2021 mit der Empfehlung 2021/472 die Mitgliedstaaten aufforderte, Corona und seine Varianten im Abwasser systematisch zu untersuchen. Doch in Deutschland ist seitdem nicht viel passiert. Noch immer werden lediglich Pilotstudien ausgeschrieben oder teilweise umgesetzt. Noch immer zögern Politiker aufgrund der angeblich unzureichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse. Dabei wäre diese Methode gerade in Zeiten geringer PCR-Testkapazitäten sehr gut geeignet, um über das bevorstehende Ausbruchsgeschehen zu informieren. Wer das Abwasser analysiert, kann auf einen großen Pooltest zurückgreifen, der sich je nach Örtlichkeit auf eine ganze Gemeinde oder einzelne Stadtteile beziehen kann. Denn: Durch Ausscheidungen gelangen Fragmente von nicht infektiösen Coronaviren in das Abwasser und lassen sich dort ca. 5-10 Tage vor dem Auftreten der ersten Symptome nachweisen. Somit lassen sich nicht nur PCR-Tests einsparen, sondern die Kommunen und Gesundheitsämter gewinnen auch noch Zeit. Andere Länder wie die Niederlande oder die Schweiz nutzen diese Möglichkeit als zusätzliche Informationsquelle, warum nicht wir?